Tipps an Fussballer, welche scheiden

Autor: Carlo Häfeli

Erstens rate ich mit dem ersten Profi-Vertrag oder noch besser bei Ehebeginn einen Ehevertrag über Gütertrennung abzuschliessen, dann entfallen die 50% Teilung zugunsten der Ex.

Zweitens im Falle der faktischen Trennung Wertgegenstände in Safes, Tresors sicherstellen- und mitnehmen; Uhren Schmuck sind wertvoll, werden als Aktiven in die Berechnung des Vorschlags der Ehefrau miteingerechnet, sofern sie nicht ein Geschenk des Fussballers sind und damit Eigengut.

Die Jimmy Choo Schuhe sind sicher persönliche Gegenstände der Ehefrau und damit Eigengut, also nicht mitnehmen.

Unterhaltsrechtlich macht es Sinn, die Frau aufzuforderrn, auch zu arbeiten, damit sie finanziell auf eigenen Beinen steht oder zumindest schauen, dass sie eine Ausbildung macht, in Liverpool englisch lernt und in Paris französisch, so dass sie sprachbegabt rasch nach der Ehescheidung eine Anstellung finden kann, ist es ihr doch aufgrund des Alters zumutbar und gemäss Marktsituation möglich Arbeit zu finden.

Da das Bundesgericht heute auch den Ueberschuss des Fussballers aufteilt, d.h. die Differenz zwischen Einkommen und Fixkosten, zu einem Prozentsatz von minimal 30% der Ex Frau zuteilt, und die Fussballerverträge befristete Arbeitsverträge sind, sieht es unterhaltsrechtlich für den Fussballer schlecht aus, dass Unterhalt an die Ex zu zahlen ist, hoffentlich nur übergangsweise.

Da der Fussballer viel Freizeit hat, sollte er sich auch um die Erziehung der Kinder kümmern und diese betreuen und nicht nur den GutenAbendKuss geben. Dann ist eine alternierende Obhut möglich und er hat nur den Barunterhalt zu zahlen ohne Betreuungsunterhalt.

Liegenschaften kaufen mit eigenem Geld und als Eigengut deklarieren, dann keine Teilung, selbst wenn die Ex im Grundbuch zu Miteigentum eingetragen ist klar deklarieren, welche Gelder sind Schenkung oder Darlehen, auch mit der Frau kann ein Darlehensvertrag abgeschlossen werden Schliesslich vielleicht doch eine Scheidungskonvention angehen, damit sich die Presse nicht freut an einer Disneyschen Realityshow im Tribunal wie bei Totti.

 

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Carlo Häfeli
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